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Chronik |
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Der Musikzug Medebach wurde im Jahre
1891 gegründet. Den ersten Auftritt unternahm der Verein, damals unter
der Leitung von Wilhelm Clement, bei der grünen Hochzeit des Vereinskollegen
"Schwogen Fritz".
Als Wilhelm Clement aus Medebach fortzog, übernahm ein Herr Wendt,
Musikmeister aus Korbach den Taktstock. Unter seiner Stabführung steigerte
sich die Leistung der Kapelle und man gab auch Konzerte außerhalb
Medebachs.
Natürlich gingen die Jahre des Nationalsozialismus nicht spurlos am
Vereinsleben vorüber. Während der Kriegsjahre ruhte sogar die Tätigkeit
weitgehend, da einerseits keine Feste mehr stattfanden und andererseits
gerade die jungen Musiker, wie viele andere, an die Front mussten
und einige ihr Leben ließen. Hierdurch wurden schmerzliche Lücken
gerissen, die der Verein nur schwer wieder schließen konnte. |
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langjähriger Dirigent Fritz Clement
(Schimmels Fritz) |
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1. Reihe links kniend Adam Reuther, der Urgroßvater unseres heutigen
Dirigenten |
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Dennoch begann man schon bald nach Ende des Krieges wieder
mit den Proben und konnte 1946 auch wieder die ersten Konzerte geben. |
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Ein einschneidendes Jahr für den Verein war das Jahr 1955.
In der Generalversammlung vom 23. Januar sprach man sich dafür aus, den
Musikverein der freiwilligen Feuerwehr anzugliedern. Nach diversen Vorgesprächen
mit Feuerwehr und Stadtverwaltung fasste man in einer Versammlung am 21.
Mai den endgültigen Beschluss über diese Übernahme. Ab sofort trat man als
"Musikzug der freiwilligen Feuerwehr Medebach" auf. |
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Diese Verbindung hielt allerdings nur wenige Jahre. Interne
Probleme und unterschiedliche Interessenlagen von Musikern und Feuerwehr
führten schon in den 70. Jahren wieder zur Trennung. |
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Das Repertoire des Musikzuges wurde in den Folgejahren
immer umfangreicher und man dehnte die Auftritte weit über die Grenzen Medebachs
aus. So stellte man z. B. die Festmusik auf Schützenfesten in Deifeld, Oberschledorn,
Neuastenberg, Holthausen und sogar in Medebach selbst. |
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1962 trat der Musikzug Medebach als Mitglied Nr. 1.641
dem Volksmusikerbund NRW bei. |
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Durch eine nicht konsequent durchgeführte Nachwuchsausbildung
erfolgt Mitte der 70er Jahre das Aus. Bis auf wenige Ausnahmen mussten alle
Feste abgesagt werden. Erst Anfang der 80er Jahre konnte durch den damaligen
Dirigenten Manfred Carnein und der Schaffung eines eigenen Probenraumes
der Neuaufbau begonnen werden. |
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1987 wurde, neben Manfred Carnein, Lorenz Schlüter aus
Referinghausen stellvertretender Dirigent und führte die begonnene Jugendausbildung
zusammen mit einigen Vereinsmitgliedern erfolgreich weiter. |
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Inzwischen trat man wieder bei vielen Veranstaltungen
in und um Medebach auf. Ein Höhepunkt war sicherlich 1991 das Jubiläumsmusikfest
anlässlich des 100jährigen Bestehens des Musikzuges. |
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1993 war der Zulauf Jugendlicher so groß geworden, dass
von Lorenz Schlüter und Jörg Harbeke ein Jugendblasorchester gegründet wurde,
welches bereits in seinem ersten Jahr mit ca. 20 Nachwuchsmusikern an einigen
Veranstaltungen teilnahm. |
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1994 trat Manfred Carnein von seinem Dirigentenposten
zurück und übergab den Taktstock komplett an Lorenz Schlüter. |
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Als Lorenz Schlüter 1996 aus beruflichen Gründen Medebach
verlies übernahm Jörg Harbeke die Leitung des Musikzug Medebach. |
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1997 nahm der Verein an einem Wertungsspiel auf dem Landesmusikfest
in Brilon teil.
Hier erreichten die Musikerinnen und Musiker in der Bewertungsklasse "Mittelstufe"
die Note "mit sehr gutem Erfolg".
Ferner bleibt die Beteiligung am Europaschützenfest 1998 in Krakau/Polen
unvergesslich. |
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Anfang 1998 beschloss der damalige Vorstand die Eintragung
in das Vereinsregister und die Beantragung der Gemeinnützigkeit, die daraufhin
auch anerkannt wurde. Inzwischen stellt der Musikzug Medebach auch wieder
die Festmusik bei Schützenfesten. Und zwar seit 2000 in Altastenberg und
seit 2001 in Elpe. |
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Im Jahr 2002 feierte der Verein seinen 111. Geburtstag
mit einem großen 2-tägigen Musikfest.
Durch berufliche bzw. schulisch bedingte Veränderungen entschloss
sich der Musikzug Medebach 2003 einen neuen „externen“ Dirigenten
zu engagieren. Dieser wurde schnell mit Herrn Rolf Richter aus Ahnatal
bei Kassel gefunden. Er übernahm die Probenleitung des Stammorchesters
und des Jugendblasorchesters sowie die Leitung der Konzert-Auftritte beider
Orchester. Die Leitung des „normalen musikalischen Tagesablaufes“ blieb
weiter in den Händen von Jörg Harbeke.
Leider musste man sich 2006 nach einem sehr erfolgreichen Frühlingskonzert
wieder von einander trennen.
Musikalischer Leiter ist seitdem wieder Jörg Harbeke.
Für das Frühlingskonzert im Jahr 2007 konnten wir Dominik Tepel aus Dreislar als Gastdirigenten gewinnen. Ebenfalls legten wir hier den Grundstein zu einer lockeren Zusammenarbeit mit dem Musikverein Dreislar im Konzertbereich, die auch im Jahr 2008 fortgeführt wurde.
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