Medebach. (kwi) Eigentlich wird in Medebach mit dem
Frühlingskonzert der Winter vertrieben. Dies war am vergangenen
Samstag angesichts des milden Winters nicht nötig. Deshalb nicht
weniger groß war die Freude der vielen Besucher auf die Darbietungen
des Musikzugs Medebach, des Jugendblasorchesters sowie des Männergesangvereins
Medebach.
Durch das Programm führte nach der Begrüßung des Schützenhauptmanns
Josef Schreiber der Dirigent des Musikzuges, Jörg Harbeke , der
die Beiträge mit kleinen Anekdoten zu den jeweiligen Stücken
ankündigte.
Nach abwechslungsreichen Orchester- und Gesangsstücken hob Bürgermeister
Heinrich Nolte in seinem Grußwort die gute Nachwuchsförderung
des Musikzugs hervor. Anschließend ehrte er zehn junge Nachwuchsmusiker
mit der Übergabe der Urkunden des bestandenen E-Lehrgangs. Die Mädchen
und Jungen zeigten sich stolz über ihre erste musikalische Prüfung,
die nach zwei Jahren Mitarbeit und Probe im Musikverein gemeistert wurde.
Geehrt von Heinrich Nolte wurden im Verlauf des Abends auch Katja Köster
und Sarah Schnorbus für ihre guten Leistungen bei der D2-Lehrgangsprüfung.
Zurück zum Konzert: Die Jungmusiker des Jugendblasorchesters überzeugten
mit Standardwerken der Orchestermusik, die unter der Leitung von Annika
Schmiedeler und Dominik Schäfer eingeübt wurden.
Zwei besondere Arrangements bot danach der Musikzug unter der Leitung
des Gastdirigenten Dominik Tepel: So verzauberte das erste Stück
aus dem Musical "Joseph and the amazing technicolor dreamcoat" von
Andrew Lloyd Webber das Publikum durch seine vielfältigen Klänge.
Die Orchesterbearbeitung "Fate of the gods" erzählte mit
musikalischem Feingefühl und abwechslungsreichen Passagen die Geschichte
eines nordischen Götterkampfes.
Der zweite Teil des Abends begann mit den "Jubelklängen",
die auch als "Perle der Marschmusik" bezeichnet werden. Im
Anschluss stellte der MGV sein Können mit fröhlich beschwingten,
deutschen Volksliedern unter Beweis. Besonders das Singen des Mailiedes
schaffte eine harmonische Stimmung in der Medebacher Schützenhalle.
Eines der beeindruckendsten Stücke des Abends war allerdings "Two
Worlds" aus dem Film "Tarzan", das Jörg
Harbeke mit
dem Satz: "Und wenn sie die Augen schließen, hören sie
vielleicht das eine oder andere wilde Tier durch die Schützenhalle
laufen", ankündigte und damit auch wirklich recht behielt.
Der Abend endete mit vielen begeisterten Zugaberufen des Publikums und
Dank an den Gastdirigenten. |